Svenja an der Bar

Es müssen nicht immer Crosstiefel sein. Ohne meine Enduroklamotten sehe ich ganz anders aus.



Fragen und Antworten

Foto von Svenja SvenduraHallo Leute, ich bin Svenja Svendura (50), das Girl hinter dieser Seite.

Ich habe allerdings nicht immer als Frau gelebt. Begonnen habe ich diese Website vor vielen Jahren noch als Svenduro Sven. In den älteren Reise­be­rich­ten begegnet ihr ihm manchmal noch.

Von Beruf bin ich Beamtin der Kriminalpolizei Schleswig-Holstein und mit der Bekämpfung von Computer­kriminalität befasst. Die Arbeit macht mir viel Spaß, weil ich darin auch Hobby und Beruf verbinden kann. (Die EDV ist das Hobby, nicht die Kriminalität :-)

In meiner Freizeit, wenn ich nicht gerade auf meiner Enduro sitze, lese ich gerne, liebe gute Filme, besitze keinen Fernseher, koche extrem fettes Essen und verbringe manchmal endlose Stunden in der Kieler Stadtbücherei.

Außerdem schreibe ich leidenschaftlich gern für meinem Blog Svenja-and-the-City, in dem ihr einiges über mich und über das Transgender Thema lesen könnt. Ich werdet sehen, dass das keine große Sache ist, ich bin eben trans. Weil das naturgemäss aber einige Fragen aufwirft, hab' ich eine kleine FAQ zum Thema geschrieben. (FAQ=frequently asked questions)


Svenjas kleine Transgender FAQ

Was genau ist mit dir los?

Ich bin transsexuell. Das bedeutet, ich wurde zwar als Frau geboren, dummerweise aber in einem männlichen Körper. Übrigens bevorzuge ich den Begriff Transgender, weil darin nicht dieses blöde Wort sexuell vorkommt, denn damit hat es nun gar nichts zu tun. Das ist ein dummer Übersetzungsfehler aus dem Englischen, wo der Begriff Sex für Geschlecht steht. Transsexualität ist also keine sexuelle Angelegenheit, sondern eine Frage der Identität.


Dann bist du also schwul?

Nein, Quatsch. Damit hat es nun gar nichts zu tun. Wir sind doch keine Schwulen in Frauenkleidern. Ob ein Mensch sich zu Männer, oder zu Frauen hingezogen fühlt, die sexuelle Orientierung also, hat nichts mit der empfundenen Geschlechts­zugehörigkeit zu tun. So wie die Mehrzahl der MzF* Transgender, stehe ich auf Frauen und das ändert sich weder durch Operationen, noch durch die Hormonbehandlung. (*MzF=Mann zu Frau)


Was sind die Ursachen?

Das weiß kein Mensch so genau, aber offensichtlich ist es angeboren. In den vergangenen Jahren hat es immer wieder neue Theorien und Erklärungsversuche gegeben, aber letztlich bleibt die Ursache rätselhaft.


Kann man das nicht heilen?

Nein, denn es ist ja keine Krankheit. Transsexualität wird als seltene Identitätsstörung eingestuft und gilt als nicht heilbar. In diesem Fall gehen die Ärzte den umgekehrten Weg: Sie können die Störung nicht heilen, aber sie können uns helfen, unseren Körper dem wahren Geschlecht anzupassen. Nur so können Transgender auf Dauer glücklich leben. Dazu gibt es eine Behandlung mit weiblichen Hormonen und bei Verlangen die Operation. Den Rest erledigen Deichmann, Douglas und H&M :-)


Ist das nicht nur eine weitere Erscheinung unserer kranken Gesellschaft?

Oh, Mann. So ein Quatsch. Fälle von Transsexualität sind von jeher überliefert und nicht immer wurden Transgender so abfällig betrachtet, wie in der modernen Gesellschaft. Gerade bei den Indianern, ihr wisst schon, Winnetou und seinen Jungs, genossen Transsexuelle ein hohes Ansehen. Sie waren durchaus angesehen und konnten sich aussuchen, ob sie das Leben der Männer, oder das der Frauen führen wollten.


Wie geht es dir dabei, bist du nicht total unglücklich über deine Krankheit?

Aber nein, überhaupt nicht. Ich bin ja nicht krank, sondern ich stecke einfach nur in diesem blöden Männerkörper fest. Aber ich arbeite daran und wenn ihr euch die neueren Fotos von mir anguckt, dann gelingt mir das schon ganz gut.


Bist du denn jetzt Mann, oder Frau?

Ich bin eine Frau und war auch niemals etwas anderes. Und damit alles seine Ordnung hat, wurde das sogar vom Kieler Amtsgericht bestätigt, indem ich offiziell von Herrn Sven in Frau Svenja Kühnke umbenannt worden bin und auch der Personenstand geändert wurde.


Ist das nicht ein ständiges Spießrutenlaufen?

Nein, schon lange nicht mehr. Wer mich nicht kennt, merkt meistens nichts davon. Nur am Anfang der Entwicklung gab es die üblichen Bildungsfernen, die einem gerne mal „Ey Schwuchtel!“ in voller Lautstärke hinterher grölen. Die üblichen Doofen eben.


Und wie geht es mit dir weiter?

Komische Frage. Ganz normal eben. Ich führe ein Leben wie andere Frauen auch. Nur auf Regel­schmerzen und Beziehungs­stress verzichte ich dankend.

Ich hoffe, dass meine kleine FAQ euch dabei geholfen hat, mich und andere Transgender ein wenig besser zu verstehen. Und jetzt stürzt euch endlich in die Reiseberichte, denn hier geht es schließlich ums Endurowandern.

Svenja Svendura aus Kiel






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