iPod Touch vs. Travel Guide


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iBooks auf dem iPod Touch


iBooks auf dem iPod Touch




Reiseführer

Es begann mit der Planung meiner Schottlandreise. Wie immer, wenn ich ein Land noch gar nicht kenne, habe ich zuerst einen Reiseführer gekauft und bin dabei auf die unglaublich guten Travel Guides von Lonely Planet gestoßen.

SvenduraSelbst das letzte Bed & Breakfast tief in den Highlands hinterm letzten Torf­haufen links wird darin noch vorgestellt. Man erfährt sogar, dass der Wirt besonders freundlich ist, ein hervorragendes Frühstück macht, der Rasen vorm Haus ungewöhnlich schön ist und dass die Übernachtung 40 £ kostet.

Diese Bücher begeistern mich durch ihre perfekt recherchierten Detail­informationen und sind meiner Meinung nach, neben den Rough Guides, die besten Reiseführer, die man kaufen kann.

Mit den Ausgaben über England, Wales und Schottland im Tank­ruck­sack werde ich unter­wegs immer einen Campingplatz, ein Bett für die Nacht, eine Burg zum Besichtigen und ein Pub zum Betrinken finden können.

Leider wiegen die Lonely Planets beinahe ein Kilo pro Stück und sind dabei fetter, als das Kieler Telefonbuch. Und mein Krimi für regnerische Abende im Zelt und der Reis­eführer Frankreich für die Rückreise? Ich kann doch unmöglich mehrere Kilo Bücher mitschleppen, wo ich sonst jede Socke auf die Briefwaage lege? Obendrein ist der Platz im Tankrucksack am wertvollsten, weil er im direkten Zugriff liegt und ich nicht an die Gepäckrolle muss.

Es muss doch aber eine bessere Lösung geben, um soviele Informationen bei sich zu tragen, ohne einen ganzen Karton Bücher mitschleppen zu müssen?



Das Apple iPod Touch

Das iPod Touch ist wie ein iPhone ohne Telefon­funktionalität. Es bietet fast alle Möglichkeiten des iPhone, kostet dabei aber kaum mehr als 200 €.

Svendura empfiehlt Travel Apps für iPhone und iPod TouchEs ist ein kleiner Computer in Handygröße, der in jede Jackentasche passt und geradezu unglaub­liche Möglichkeiten bietet. Über Wi-Fi (WLAN) komme ich damit ins Internet. Es kann Hunderte von Reise­führern speichern und hat noch immer Platz für sämtliche Titel der Spiegel Bestseller Liste.

Und falls ich unterwegs ein Buch vermisse, kaufe ich es online mit wenigen Berührungen des Touch­screens und habe innerhalb von Sekunden den neuesten Thriller, oder den aktuellsten Reiseführer in super Qualität in meinem hübschen iBooks Regal. Mit dem unglaublich brillanten und hoch­auflösenden Retina Display ist das iPod zugleich ein prima eBook-Reader.

Es spielt Filme und Musik ab, ist eine Spielekonsole, navigiert in Google Maps und bietet darüber hinaus zwei Fotoapparate und eine Filmkamera. Die Fotos und Filme können ohne Umweg direkt per E-Mail versandt werden. Mühelos kann ich ein Livefoto aus dem schottischen Pub posten, wo ich in meinem etwas zu kurzen Minirock leicht ange­soffen in die Kamera grinse.

Der wahre Kern des Gerätes sind jedoch die unglaublich vielen Apps (=Applications, Anwendungen, Programme), von denen viele gratis sind und andere oft nur wenige Cents kosten. Für meine Reise habe ich mir kostenlos einen Campingführer, Tankstellen Finder, Bed & Breakfast Guide, mehrere Hotelführer, den kompletten Hostelguide dieses Planeten und natürlich ein Mückenwarnsystem für Schottland besorgt. Und schließlich habe ich mir für 4,99 € einen tausend­seitigen Reiseführer Schottland herunter­geladen.

Und wie komme ich unterwegs ins Internet?
Wi-Fi Finder App auf ReisenMan muss ein öffentliches W-LAN, einen sogenannten Wi-Fi Hotspot, finden und das ist einfacher, als man denkt, denn auch dafür gibt es eine App, den Wi-Fi Finder, dessen Datenbank fast alle Hotspots weltweit kennt.

Am einfachsten ist es jedoch, einen McDonalds, oder Burger King zu suchen, die nahezu alle einen kostenfreien Internetzugang per Wi-Fi bieten. Die meisten Hotels und viele Campingplätze betreiben ebenfalls eigene Hotspots für ihre Gäste. Und wer einen Festnetzanschluss der Telekom im Tarif Call&Surf Comfort Plus hat, der kann alle 8.000 deutschen Telekom Hotspots in Deutschland kostenfrei nutzen. Im Ausland kommt eine Roaminggebühr von 15 Cent pro Minute hinzu, so dass es günstiger ist, sich einen kostenfreien Hotspot zu suchen.

Fazit
Ihr bemerkt sicher meine Begeisterung, oder? Zuhause schmökere ich am liebsten in dicken Wälzern aus Papier, aber auf Reisen nehme ich statt einiger Kilo Bücher nur noch mein 105 g leichtes iPod Touch mit. Ende des Jahres werde ich euch darüber berichten, ob es sich bewährt hat, oder doch nur ein weiteres technisches Gimmick ist.








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Svenja Svendura Panic Coda iMacMade by Svenja Svendura on Apple iMac with Panic Coda and Photoshop Elements.