Mein Endurowandern
Seit Stunden fahre ich auf meiner Enduro durch die wunderschöne Landschaft. Der Einzylinder stampft gleichförmig vor sich hin. Es ist bereits später Nachmittag und ich nehme Gas weg, um Ausschau nach einem Platz für mein Zelt und ein kleines Lagerfeuer zu halten.

Blick aus dem Cockpit meiner KTM beim Endurowandern in Dalarna, Schweden
Nach einigen Kilometern wird der Sandweg immer schmaler und die Rückspiegel meiner Enduro klatschen gegen die ersten Zweige und Blätter. Gerade als ich glaube, umkehren zu müssen, sehe ich eine schmale Lichtung direkt an einem See. Hier schlage ich mein Zelt auf, baue eine Feuerstelle und sammele in Ruhe noch etwas Holz für einen langen Abend am Lagerfeuer. Jetzt beginnt der gemütliche Teil.
Die Nacht im Zelt ist Entspannung pur. Keine nervigen Campingnachbarn, von den Mücken einmal abgesehen. Und Bären gibt es doch erst ganz oben im Norden, oder? Was hat da gerade so geknackt? Förster? Bär? Bike umgefallen? Für mich ist das schon ein kleiner Hauch von Abenteuer, auch wenn hier keine echten Gefahren lauern.
Ach ja, und die Mücken? Sind die wirklich so schlimm? Wenn ich ganz ehrlich bin: ja! Sie wollten mich fressen, aber letztlich habe ich doch mehr von ihnen getötet, als umgekehrt.